{"widgetdatatitle":"Menu","showtitlebar":false,"name":"menu","loadexternal":true,"screencfg":{"styletemplate":"Default","menutitle":"AJK","menutitlelink":"index.php","menucode":"defaultH","class":"mainnav","dropdownclick":"","showcaret":""},"widgetid":"menu__YEj2t00adwQ","modal":false}

 

Zeichnungsnotizen

 

tmp_4.jpg

Beim Zeichnen bin ich mit dem Blatt alleine, nicht aber beim Drucken. Das Papier gleicht beim Drucken einem Spiegel-Bild-Schirm.

Beim Zeichnen spricht das Blatt Papier selbst, beim Drucken liest es das Bild sozusagen vor.

Zeichnen ist eine Befreiung von der Schrift.

Durch das Ziehen einer Linie auf einem Blatt kann man Himmel und Erde voneinander trennen.

Je intensiver ein Bild erlebt wird, desto größer erscheint auch die Welt, die es uns vorenthält. Erklärt sich daraus die glückliche Unzufriedenheit, die mit der Betrachtung einhergeht?

Zwischen mir und den Bildern gibt es keine Begriffe, auch nicht den der Kunst.

Nicht sehen, was man zeichnet, beim Gehen nicht auf die Füße schauen.

Die Bilder werden aus einem Fluss geholt. Ich fahre wie mit dem Eimer hinein, eines hole ich heraus, zahllose fließen vorbei.

Die Menschen in diesen Bildern laufen unter freiem Himmel umher, halten einen Windhauch im Umhang oder stellen sich jahrhundertelang unter einen Baum (zu Claude Lorrain).

Ich bin zwar hier geblieben, aber der Ort hat mich verlassen.

Der Ein-Augen-Blick, der Blick der Kamera. Im Umgang mit der Zeit hat sie Ähnlichkeit mit einer Uhr. Das eigentümliche Gefühl von Weite, kein Ausschnitt, wenn man sie nicht bei sich hat.

Sichtbar, nichts weiter als uns sichtbar.